Musik gegen Hunger - Was ist das?
Musik gegen Hunger ist ein Projekt zur Bekämpfung von Welthunger. Es fand vom 4. bis zum 6. Dezember 2009 statt und wurde von den beiden 18jährigen Schülerinnen Insa Töpperwien und Maike Fröhner aus Lüneburg organisiert.
Das Ziel dieses Projektes ist es, durch Konzerte Spenden zu sammeln und sie zur Bekämpfung des Hungers auf der Welt einzusetzen, und durch die Aktion das Bewusstsein für die Ernährungslage der Welt zu wecken. Jetzt ist das Konzertwochenende vorbei: es wurden fast 3000 Euro Spenden gesammelt, und wir konnten, vor allem dank der Medien, viele Menschen auf unsere Aktion aufmerksam machen. Wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten, und können mit Stolz sagen: Wir haben unsere Ziele erreicht!
Am Anfang...
Am 19. Juni 2009, es war ein Freitag, machte eine erschreckende Meldung ihre Runde durch die Medien:
Die FAO (Food and Agriculture Organization, das ist die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) hatte gerade wieder aktuelle Zählungen zu der Ernährungslage der Welt veröffentlicht. Die Zahl war in der Tat beängstigend:
In dieser Minute hungern 1 Milliarde Menschen auf dieser Welt.
Das ist mehr als jemals zuvor. Das ist jeder sechste Erdenbürger.
Allein in Afrika hungern 265 Millionen Menschen, 652 Millionen in Asien, täglich sterben 24.000 Menschen, 13.000 davon sind Kinder. Das bedeutet, dass alle 6 Sekunden ein Kind verhungert, also etwa 9, seit Sie begonnen haben, diesen Text zu lesen.
Als uns dies klargeworden war, wussten wir, dass wir etwas dagegen tun mussten. Wenigstens einen kleinen Beitrag leisten mussten, dieses nicht in Worte zu fassende Leid zu mildern. Der nächste Schritt war also, einen Plan zu entwickeln, wie dies praktisch umzusetzen ist. Es müssten Spendengelder gesammelt werden, mit denen der Hunger konkret bekämpft werden kann, aber es sollte auch ein öffentliches Bewusstsein für die Situation geweckt werden. Da wir beide Violine spielen, war der Weg eigentlich klar: Wir würden ein Konzertprojekt organisieren.
Die Projektentwicklung
Als wir uns soweit entschieden hatten, waren wir schon ein gutes Stück weiter, denn jetzt hatten wir ein festes Ziel vor Augen. Auf der anderen Seite fing die Arbeit damit erst richtig an; und es hat noch viele zig Stunden gedauert bis wir soweit waren, dass man überhaupt von einem Projekt sprechen konnte.
Am Anfang ging es zunächst um ein einzelnes Konzert, für welches wir lediglich ein paar Mitstreiter suchten, aber wir stießen sehr bald auf viel Zuspruch: Viele Jugendliche wollten sich gerne beteiligen, und es fanden sich sofort Menschen, die uns ihre Unterstützung mit Rat und Tat zusagten. So haben wir die Idee also ausgeweitet: aus einem Konzert wurden fünf, aus einigen wenigen Musikern wurden über zweihundert. Die Konzerte sollten in Lüneburg und Umgebung stattfinden, die Musiker würden einzeln, in Ensembles oder in Chören, Orchestern usw. musizieren. Der Termin des Konzertwochenendes wurde für den zweiten Advent festgelegt. Indem wir eine bunte Mischung aus Musikrichtungen zusammenstellten, hofften wir, möglichst viele Musiker und möglichst viel Publikum ansprechen zu können.
Ganz zu Anfang haben wir Herrn Mädge gebeten, dir Schirmherrschaft für das Projekt "Musik gegen Hunger" zu übernehmen, was er sehr bereitwillig getan hat und was uns bei den nachfolgenden Arbeiten sehr zugute gekommen ist.
Wir haben uns dann daran gemacht, Räumlichkeiten zu finden und Sponsoren zu suchen. Es war uns wichtig, nicht mit einem finanziellen Minus das Konzertwochenende zu beginnen, sondern alle Mietkosten und ähnlichen Ausgaben vorher durch Sponsorengelder zu decken, damit jeder gespendete Cent auch tatsächlich bei den Menschen ankommt. Es war relativ schwierig noch Räumlichkeiten zu finden und sie zu günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt zu bekommen, denn wir waren relativ spät dran - aber letzten Endes haben wir auch das geschafft!
In den letzten Wochen waren wir vor allem mit Werbung machen beschäftigt: Es mussten Plakate und Flyer entworfen und diskutiert werden, sie mussten gedruckt und verteilt werden. Nebenbei standen auch noch einige Termine bei Presse und Radio an, und außerdem mussten natürlich auch die einzelnen Konzerte genau durchgeplant werden, um den reibungslosen und stressfreien Ablauf beim Konzertwochenende garantieren zu können - es war uns natürlich sehr wichtig, dass sich auch die Musiker bei den Konzerten wohl fühlen sollten. Das alles war ganz schön anstrengend - das Schlafen ist in dieser Zeit häufig zu kurz gekommen!
Es hat sich aber dennoch alles gelohnt.

